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Camcorder: Festplatte, Karte oder Band? Und was noch?
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05.02.2010, 01:54
Beitrag: #1
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Camcorder: Festplatte, Karte oder Band? Und was noch?
Vor dem Kauf eines Camcorders (Videokamera) sollte man sich darüber klar werden, was mit den gedrehten Videos später einmal passieren soll.
Will man semi- oder gar voll-professionell filmen um die Rohaufnahmen dann zu einem Video-Clip oder längeren Film zu editieren? Oder möchten Sie gerne der Familie bzw. Freunden die Erinnerungen vom Urlaub vorspielen? Es gibt auch noch diejenigen, die kurze Erlebnisszenen so schnell wie möglich auf YouTube hochladen möchten, wozu es inzwischen Kameras mit speziellen Funktionen für YouTube gibt. Letztlich ist die Wahl der Kamera dann auch eine Budgetfrage, oder? Betrachten wir zunächst die Speichermedien. Hierbei gibt es wohl fast alles was man sich vorstellen kann, wie z.B. Kameras, die eine eigene Festplatte eingebaut haben, wobei hier das neueste die SSD (Solid State Drive) ist. Dagegen stehen die Camcorder, welche auf wechselbare Speichermedien aufnehmen, wie eine Speicherkarte, eine DVD oder auf MiniDV-Band. Sortieren wir das ganze einmal und fangen von hinten an: 1. MiniDV-Band: Ist (leider) ein auslaufendes Speichermedium und wird fast nur noch bei Profi-Kameras verwendet. Der Grund hierfür liegt darin, daß das Band den Rohfilm fast unkomprimiert speichert. Der Nachteil liegt beim stromfressenden Bandlauferk der Kamera und damit verbundener relativ kurzer Akkulaufzeit. Die gängige Bandlaufzeit liegt bei einer Stunde, dann muß gewechselt werden. Die Preise für MiniDV-Bänder sind moderat,wenn nicht unbedingt die wirklich hochqualitativen Masterbänder kauft werden müssen, die es natürlich gibt. Das normale, gängige MiniDV-Band erfüllt eigentlich die meisten Profiansprüche. 2. Die DVD gilt inzwischen fast schon wieder als veraltet, obwohl diese Geräte vor allem für den Urlaubsfilmer eine hervorragende Lösung darstellen. Die DVD’s aus der Kamera können nämlich auf den gängigen DVD-Spielern abgespielt werden. Es muß also nicht erst die Kamera direkt an den Fernseher angeschlossen werden oder die Aufnahme erst auf einen anderen, abspielbaren Datenträger kopiert werden. Wenn es bei DVD-Kameras einen Nachteil gibt, dann der, daß diese aufgrund des DVD-Laufwerkes nicht dem Miniaturtrend folgen können. DVD-Rohlinge sind preislich recht günstig und überall zu bekommen. 3. Speicherkarten, es gibt je nach Hersteller verschiedene Typen, meistens wird es aber eine sogn. SD-Karte sein, bekommt man auch fast überall zu günstigen Preisen. Der Nachteil ist die oftmals große Komprimierung des Videos, da bei den Karten die Speicherkapazität nicht die tollste ist. Der Vorteil, sie sind leicht und klein. Camcorder mit Karte sind zudem wesentlich günstiger im Preis als z.B. Festplattenkameras. 4. Festplattenkameras haben den großen Vorteil der längsten Aufnahmezeit bevor sie voll sind. Auch verbrauchen sie am wenigsten Strom und haben somit die vergleichsweise längste Akkulaufzeit. Dieses ist durchaus ein großes Plus in der Praxis. Der Nachteil, ist die Festplatte voll und man ist ohne externes Speicherlaufwerk oder Laptop unterwegs, dann geht nichts mehr! - Außer man löscht zuvor gemachte Aufnahmen! Auch wenn man nicht gerade auf Reisen ist und die Aufnahmen auf den heimischen Computer herunterladen kann, so wird auch der irgendwann an die Grenze seiner Festplattenkapazität stoßen. Zumindest wenn die original Aufnahmequalität beibehalten werden soll, wird man nicht vermeiden können, ein zusätzliches, externes Speicherlaufwerk kaufen zu müssen. Und genau das ist der Punkt den man zusätzlich bei den Kosten der Kamera beachten sollte. Allgemein gilt, daß auswechselbare Speichermedien sich günstiger und einfacher archivieren lassen. Zudem kommt der Sicherheitsgedanke bei den Profis zum tragen, wonach nämlich bei Beschädigungen einer Festplatte ggf. alles archivierte Filmmaterial verloren sein kann. Bei den Wechselspeichermedien begrenzt sich der eventuelle Schaden eben nur auf das eine kaputte Band, die Karte oder die DVD. HDV oder SD? HDV ist in jüngster Vergangenheit ziemlich angepriesen worden und das ist wohl auch jetzt noch der Fall. Während der Profi sicherlich in HDV filmen wird, so muß doch einmal gesagt werden, daß für den normalen Verbraucher die Unterschiede nicht so offensichtlich sind. HDV und SD sind beides digitale Formate, nur HDV-Kameras sind deutlich teurer. Also auch hier sollten Sie sich darüber im Klaren sein, was Sie wirklich wollen. SD ist für die meisten sicherlich absolut ausreichend. Schauen sie sich auch einmal diese zwei Filme an: 1. Film in HDV 2. Film in Digital High8 Digital High8 stammt nach aus der Zeit, als die Digitalkameras anfingen die Analogen abzulösen. SD-Formate sind wesentlich besser. Desweiteren sind beide Filme für die Webanwendung ins Flashformat konvertiert worden. Dies ist das gleiche Format wie auch bei YouTube und anderen Webplattformen Der Zoom: Hier sollte der Käufer wissen, daß er praktisch jeden digitalen Zoom wegen schlechter Bildqualität getrost vergessen kann. Anders sieht das beim optischen Zoom aus, wobei auch hier hohe Zoomfaktoren, die 20x überschreiten, mit Vorsicht zu genießen sind. Technisch bedingt produzieren Objektive mit einem großen Brennweitenumfang sog. Chromatische Abberationen. In der Praxis bedeutet das Verzeichnungen und Farbränder. Auch sollten Sie sich einmal Überlegen, wie still Ihre Filmhand ist. Je stärker man zoomt, je leichter verwackelt das Bild. Bildstabilisatoren sind also unabdingbar, können aber auch nicht alles ausgleichen. Davon einmal abgesehen, ist 10- oder 20-facher Zoom schon ziemlich gut und fast immer ausreichend. Der andere Gedanke bringt einen zum Weitwinkelbereich. Oftmals wird man im Haus, in einem Zimmer oder einem Raum filmen wollen. Was nützt da ein Objektiv, daß zwar ein 40x Zoom hat, aber keine weite Brennweite von mind. 35mm oder noch weniger aufweist? Lassen Sie sich also nicht nur von den immensen Zoomfaktoren blenden, der Nahbereich ist genauso wichtig! Die Baugröße: Jeder Fotograf, der viel im Feld unterwegs ist, weiß nur zu gut wie schwer auf die Dauer die Kameratasche werden kann. Geringes Gewicht und kleine Baugrößen sind sicherlich eine Abhilfe. Auch ist es praktisch, wenn die Kamera in die Handtasche paßt und man auf einer Gesellschaft nicht wie ein vollgepackter Profi 'rumlaufen muß, nur weil man ein paar Schnappschüsse zur Erinnerung machen will. Andererseits wird kaum einer völlig verwackelte Schnappschüsse anschauen wollen. Beachten Sie bitte, daß ein wenig Gewicht in der Hand nicht ganz so einfach “verzittert” wird. Miniatur-Kameras sind wegen ihrer zu geringen Masse sehr anfällig gegen verwackeln. Die Kamera-Ausstattung: Sie haben sich eigentlich für ein Modell entschieden, aber der Preis ist hart an der Grenze Ihres Budgets. Schauen Sie sich die Modellpalette des Herstellers einmal genauer an. Oftmals schlummert da genau Ihr Modell, aber mit weniger Funktionen, sprich Ausstattung. Vergleichen Sie die Funktionen und fragen Sie sich ob Sie die wirklich alle brauchen. Muß es wirklich der Touchscreen sein? Muß es wirklich die Infrarot-Nightshotfunktion sein, die Ihnen ohnehin nur Schwarz-Weiß-Bilder liefert? Sollten Sie sich hierbei mit einigen Fachbegriffen unsicher fühlen, so schauen Sie einfach ins Lexikon von http://www.slashcam.de/ , wo es eventuell sogar auch einen Testbericht über die anvisierte Kamera gibt. Wie immer, alle Ratschläge sind ohne Gewähr, Ihr ClickLaden |
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06.02.2010, 09:23
Beitrag: #2
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/!\Super/!\
Wenn das keine klare Antwort auf die Frage: "Was soll ich beachten, wenn ich einen Camcorder kaufen will?" ist, dann heiße ich Jakob. Alle Achtung, hier wird man tatsächlich sehr gut und umfassend informiert. Vielen Dank und weiter so! Karl-Heinz /!\ |
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